Jun
24
2016
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Baron Pornos nächtliche Freuden (35mm)

Nach unserem “Höhepunkt” vom letzten Donnerstag geht es nun am Montag (27.06.) ab 20:30 Uhr mit einem absoulten Unikat des österreichischen Kinos weiter. Frits Fronz schuf mit Baron Pornos nächtliche Freuden eine eigenwillige Mischung aus Arthur Schnitzlers ‘Traumnovelle’ und einer endlos charmanten Trash-Burlesque.

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Blaue Stunde in Wien: Mit fahlem Gesicht und müden Augen wandelt der mittellose Baron Alexander durch die Scherben eines verpfuschten Lebens. Kleider, Schmuck und schnöder Mammon in Schaufenstern reißen ihn zurück in die Vergangenheit. Ehemals umgab sich der alternde Playboy mit der Aufmerksamkeit schöner Frauen, bis er unverhofft einer von ihnen verfiel. Groschenheft-Autor; Schlagersänger; Politiker; Sexfilm-Gigant. Die Legenden um das enigmatische Multitalent Frits Fronz gehen tief. Sein Opus magnum als Regisseur und Hauptdarsteller begeistert mit mumifizierter Schauspielkunst, tolldreisten Burlesque-Nummern und einem verstiegenen Hang zur Psychotronik.

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Jun
20
2016
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Bahnhofskino Deluxe (35mm, DF)

Nach zwei erfolgreichen Uni-Veranstaltungen, die sich der historischen Produktion und Konsumierung von expliziten Sexfilmen im privaten Rahmen verschrieben, übernehmen die Schmutzfinken am Donnerstag (23.06.) endlich auch das Cineplex! Ab 20:30 Uhr versammeln wir uns dort zu einem schmutzig-bunten Double Feature auf 35mm, das es in dieser Form in Paderborn wohl nicht mehr geben wird.

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In den 1970er Jahren hatten sich in den USA die ersten Gehversuche des unabhängig produzierten Sexfilms längst zu seiner künstlerischen sowie kommerziellen Reife empor geschwungen. Die Höhenflüge des heute leichtfertig belächelten XXX-Genres sind einem zeitgenössischen Publikum kaum noch bekannt. Dabei verstecken sich hinter vielen der vergessenen und mitunter sogar verschollenen Titeln kleine oder große Wunderwerke der Filmgeschichte. Mit zwei raren Überraschungsfilmen wollen wir in angemessener Bahnhofskino-Atmosphäre eine alternative Filmgeschichte präsentieren, die weder Augen noch Sitze trocken lassen sollte.
Den Einstieg bereitet das exzellente Frühwerk eines späteren Genre-Regisseurs. Darin folgen wir einer neugierigen jungen Frau auf ihrer leicht surrealen Entdeckungstour abseits bürgerlicher Pfade. Danach geht es sofort weiter mit einem selbstreflexiven Science-Fiction Epos über fantasievolle TV-Formate, telekinetische Erotik, Sexdroiden und Rollschuh-Sport. Karten für den gesamten Abend gibt es noch ab 5,00 Euro an der Cineplex-Kasse!

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Jun
15
2016
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Vulva 3.0 – Zwischen Tabu und Tuning (DCP)

Am Sonntag (19.06.) laden wir die Regisseurin Claudia Richarz zu uns ins Cineplex ein, um ab 17:30 Uhr mit ihrem Dokumentarfilm Vulva 3.0 das weibliche Wolllustorgan neu zu entdecken. Trotz allgegenwärtiger Nacktheit in unserer Gesellschaft scheint das Zeigen der Vulva für viele immer noch ein Tabu zu sein. Gleichzeitig unterliegt das weibliche Geschlechtsorgan einem Normierungszwang und wird zunehmend nicht nur mit Bildbearbeitungsprogrammen, sondern auch mit dem Skalpell an ein vermeintliches Schönheitsideal angepasst.

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Die Regisseurinnen Claudia Richarz und Ulrike Zimmermann versammeln in Vulva 3.0 charmante Protagonist_innen, die sich auf verschiedene Weise mit dem weiblichen Geschlechtsorgan beschäftigen. Wir erfahren von ungarischen Mythen, nach denen die Vulva den Teufel vertreiben und anderes Unheil abwenden kann, und wie sich das Bild der Vulva und das Wissen über weibliche Sexualität über die Jahrhunderte veränderte; studieren das Modell einer Vulva für den Sexualkundeunterricht, das nicht nur die Fortpflanzungsfunktionen zeigt, sondern auch die Lust der Frau einbezieht; blicken hinter die Kulissen von Intimchirurgie sowie Bildbearbeitung in der Pornoindustrie und versuchen die kulturelle Praxis der Genitalverstümmlung zu verstehen. Das Bild, das sich zeigt: Weibliche Sexualität wird viel zu oft fremdbestimmt, unterdrückt, kontrolliert, beschnitten – von Männern wie Frauen.

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Mit Vulva 3.0 ist ein informativer, heiterer, tabuloser und manchmal erschreckender Film über die Vulva gelungen. Der Film feiert die Individualität und Schönheit eines jeden Geschlechtsorgans, plädiert für einen freieren, ungehemmteren Umgang mit ihnen und weiß auch in unserer scheinbar aufgeklärten Zeit noch Geheimnisse zu lüften. Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit Regisseurin Claudia Richarz geben.

Teaser

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Jun
09
2016
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Love (DCP/3D, DF)

Letztes Jahr feierte er seine Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes und im November startete er in zu wenigen deutschen Kinos. Wir haben den neuen Film von Gaspar Noé jetzt endlich nach Paderborn geholt! Am Montag (13. Juni) um 20:30 Uhr zelebriert er mit Love eine wilde amour fou mit melodramatischen Zügen und perfekt durchkomponierten Bildern in rauschhaftem 3D.

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Murphy und Electra führen eine wilde Beziehung mit leidenschaftlichem Sex und Drogenexzessen. Liebe und Hass liegen bei ihnen nah beieinander. Eines Tages vergnügen sie sich mit ihrer Nachbarin Omi zu dritt. Murphy trifft sie weiterhin in Abwesenheit von Electra, was die Beziehung zwischen den beiden zunehmend belastet. Dann wird Omi schwanger.

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Skandalfilm-Regisseur Gaspar Noé lotet in seinem neuen Film wieder einmal aus, was das Kino erzählen kann und darf. Dieses Mal in 3D, mit viel nackter Haut und Sex. Noé will die Leidenschaft eines verliebten jungen Paares mit all ihrer körperlichen und emotionalen Exzesse abbilden, dies auf natürliche Weise zeigen, animalisch, verspielt, lustvoll und traurig. Sentimentale Gewalt und Ekstase der Liebe bilden hierbei eine intensive Erfahrung. Leidenschaft, Begierde, Verlangen und Sex stellt er aufregend und elektrisierend, gleichzeitig zärtlich und romantisch dar. Noé will in Love die organische Funktion des Liebesaktes zeigen und die Dinge dabei nicht abmildern, wie es sonst oft im Kino geschieht. Er erzeugt damit erneut eine körperliche Erfahrung.

Trailer

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Jun
02
2016
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Begierde (35mm, DF)

Diesmal ist er ein Vampir! Am Montag (06. Juni) habt ihr bereits zum zweiten Mal in unserer Programmreihe die Möglichkeit, David Bowie auf der großen Leinwand zu bewundern. In Tony Scotts Spielfilmdebüt Begierde ist er ab 20:30 Uhr als Untoter an der Seite von Catherine Deneuve und Susan Sarandon zu sehen.

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Die glamouröse Miriam (Catherine Deneuve) hat ihrem Lebensgefährten John (David Bowie) vor 300 Jahren ewige Jugend versprochen. In New Yorker Clubs der 1980er suchen sie nach Opfern, die ihnen die Unsterblichkeit ermöglichen. Eines Tages stellt John trotzdem Alterserscheinungen an sich fest und sucht medizinische Hilfe bei Dr. Sarah Roberts (Susan Sarandon). Miriam ist auf andere Weise von der Ärztin fasziniert und verführt sie, denn sie hat sie als ihre neue Lebensgefährtin auserkoren.

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Die moderne Vampirgeschichte kommt in stilvollen, durchkomponierten Bildern daher. Die düstere Atmosphäre wird gebrochen von lebendigen New York-Straßenszenen und der noblen Villa in Manhattan, in der das Paar lebt, mit ihren immer im Windhauch wehenden Vorhängen, und sich die Kunstgegenstände in Antiquitäten verwandelt haben. Unvergessen bleibt die Eingangsszene, in der die stets elegant gekleideten Protagonisten in einem Szene-Club begleitet von dem Song Bela Lugosi’s Dead der Dark Wave-Band Bauhaus, auf der Suche nach ihrer nächsten Mahlzeit sind. In Begierde versteckt sich die Sexualität nicht hinter der Vampirmetapher, die Metapher provoziert Sex, wenn auch brav inszeniert und versteckt hinter Schleiern.

Trailer

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